Mensch und Kosmos.

Monatsschrift für angewandte Astrologie und okkulte Probleme. Herausgeber: Karl Frankenbach. Gösting bei Graz, Verlag von Karl Frankenbach. Gr.-8°. [245 x 198 mm]. - I. - II. Jahrgang 1924-26 [in 1 Band]. - I. Jahrgang 1925. Heft 1-11/12 [Heft 8/9 und 11/12 als Doppelnummern], 1. November 1924 - 1. September 1925. Mit einigen Figuren im Text. [4], 172 S. - II. Jahrgang 1925/1926. Heft 1-12 [Heft 10/11 als Doppelnummer], 1. Oktober 1925 - 1. Oktober 1926. Mit einigen Figuren im Text. [4], 184 S. HLwd. der Zeit.

Alles Erschienene dieser sehr seltenen Zeitschrift. Enthält Beiträge von: Otto von Bressensdorff, Karl Frankenbach, Otto Gernat, F. Ischtar, Marga Janus, Dr. H[ans] Hermann] Kritzinger, Ph[ilippe] Metmann, F. S. Sindbad [Pseudonym = Friedrich Schwickert], Dr. Alfred Strauß, Maria Thaller, Uranosol [Pseudonym = ?], Max Valier, Varuna, Prof. Dr. J]ohannes] M[aria] Verweyen, Dr. Adolf Weiß, Dr. Christ[ian] Wöllner [Pseudonym = Dr. Karl Weidner], Wilhelm Wrchovszky. - Von der Redaktion wurde eine Darstellung der „echten astrologischen Arbeit“ angestrebt um sich von „pseudoastrologischen Machwerken“ zu unterscheiden. Die Zeitschrift enthält, abgesehen von wenigen Anzeigen der Hauptautoren Karl Frankenbach, Dr. Adolf Weiß und Friedrich Schwickert zu ihren Vortragabenden in Wien, keinerlei Anzeigen-Werbung. Einige Autoren benutzen ausgiebig französische und englische Fachliteratur. Der I. Jahrgang enthält u.a. eine Folge von Artikeln über „die Brüderschaft des Rosenkreuzes“ von F. S. Sindbad mit Einzelheiten über: „Mythische Vorläufer des Rosenkreuzertums“, „die Gesellschaft Ormuz oder des Lichtes als Ursprung des Rosenkreuzer-Ordens“ sowie „die Fama und die Confessio Fraternitatis“. Sindbad geht darin hauptsächlich auf das 1924 in London erschienene Werk „The Brotherhood of the Rosy Cross“ von Arthur Edward Waite ein, greift aber auch auf das Buch von Dr. Ferdinand Katsch „Die Entstehung und der wahre Endzweck der Freimaurerei“ aus dem Jahre 1897 zurück. Eine 9-teilige Artikelserie über „die Heilung organischer Krankheiten mit geistigen Kräften“ wurde von Dr. Weiß beigesteuert. Im II. Jahrgang folgt noch ein weiterer Artikel „Ueber Rosenkreuzer“ in dem Sindbad auf den Roman „Zanoni“ von Bulwer eingeht. Im II. Jahrgang finden sich u.a. zwei Artikel von Dr. Alfred Strauß: 1. „Der wiedererstandene Tiefensinn der Menschheit und das Geheimnis des Künstlers und Dichters“. 2. „Sündenfall, Astralwelt und Hexentum. Der Versuch einer Synthese“. Dr. Strauß beruft sich in letzterem auf Jakob Lorber, Lanz-Liebenfels, Strindberg und A. M. O. = Adolf Martin Oppel. F. S. Sindbad und Dr. Adolf Weiß wurden bekannt durch ihr astrologisches Lehrwerk „Bausteine der Astrologie“ welches in 5 Bänden von 1925-1927 bei Otto Wilhelm Barth erschien. Friedrich Schwickert (1857-1930) war Mitglied (Fra Gonsalvo) des „Ordo Novi Templi“ des Lanz von Liebenfels. Dr. Adolf Weiß trat auch als Übersetzer eines grundlegenden Werkes (Traité élémentaire des Science Occulte) von Papus [Pseudonym = Dr. Gérard Analect Vincent Encausse] in Erscheinung, seine deutsche Übersetzung erschien erstmals 1926 unter dem Titel „Die Grundlagen der okkulten Wissenschaft“. Der Herausgeber bringt zahlreiche astrologische Betrachtungen zur Weltpolitik. Ellic Howe, der sich nur auf spätere Artikel in der Zeitschrift „Zenit“ bezieht, nennt Karl Frankenbach einen „östereichischen Nazi“ (Uranias Kinder. Die seltsame Welt der Astrologen und das Dritte Reich. S.149). - Gutes Exemplar.

Schlagworte: Astrologie / Rosenkreuzer / Zeitschriften / Mundan-Astrologie / Indische Astrologie / Welteislehre

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